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Redaktionelles aus dem Bereich Fun- & Trendsport
Wake up, board
Waschbrett kennen alle – aber Wachbrett?
Es wird Herbst. Ins inzwischen wieder reichlich kühle Nass trauen sich dann nur noch die ganz Harten. Aber auch auf dem Wasser kann man sich geziemend verlustieren. Auf dem Wachbrett beispielsweise. Richtig gelesen: NICHT Waschbrett, sondern Wachbrett. Wakeboard nämlich – wake up wie aufwachen plus board wie Brett macht in der wörtlichen Übersetzung Wachbrett.
Okay, diese Namensgebung ist frei erfunden und an ziemlich langen Haaren herbeigezogen. Das mit dem board stimmt zwar, aber wake steht für die Heckwelle eines Motorbootes, die der Wakeboarder als Basis für seine Sprünge nutzt. Doch in Anbetracht von Wasserski, Surfen, Windsurfen, Kite-Surfen und anderen Aufdemwasserlanggleitsportarten: Was ist Wakeboarden eigentlich genau?
Auf jeden Fall noch sehr jung. Der Ausgangspunkt waren Surfer, die sich auf ihren Brettern von Motorbooten ziehen ließen. Daraus entstanden die Skurfer, die ihr Sportgerät dahin gehend modifizierten, dass sie daraus eine Mischung aus Wasserski und Surfbrett mit Fußschlaufen kreierten. Doch das Teil war immer noch arg schwer. Also entwickelte Herb O’Brien das Hyperlite: extrem flach, kleines Volumen, gut zu kontrollieren. Letzter Schritt war das symmetrische Twin-Top-Board mit Finnen an beiden Fußenden. Und erst so gerüstet gründete Jimmy Redmon 1990 die World Wake Association.
Seitdem hat sich Wakeboarden in den USA zum Trendsport Nummer eins auf dem Wasser entwickelt. Und die Welle, die nach Deutschland herüberschwappt, wird immer höher. Warum? Weil Wakeboard absolut spektakulär ist – auch für Zuschauer. Denn die Aktiven, die von Motorbooten oder Liftanlagen geschleppt werden, glänzen durch Tricks und Sprünge. Sprünge, die bei absoluten Spitzenkräften eine Höhe von bis zu acht Metern erreichen!
40 von weltweit 100 Liftanlagen stehen inzwischen in Deutschland. Auch in Eurer Nähe! Also: Wenn Euch Wasserski zu zweidimensional wird oder Ihr als passionierter Snowboarder nach einer adäquaten Freizeitbeschäftigung im Sommer sucht – probiert Wakeboard aus. Und keine Angst vor Stürzen. Wasser hat keine Balken. Es ist im Herbst nur doppelt erfrischend. mbu.
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