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Redaktionelles aus dem Bereich Fun- & Trendsport

„Weil’s Spaß macht!“

Das überraschende Ergebnis einer Begriffsklärung

Was qualifiziert eigentlich eine Sportart als Fun- und Trendsport? Nicht, dass wir es hier mit einer Welt bewegenden Frage zu tun hätten, aber wenn man schon mal über der vielfältigen Auswahl ins Grübeln geraten ist, kann man ruhig mal etwas Zeit mit der Begriffsklärung zubringen.


Auf Anhieb scheinen das Abschlagen eines Golfballs mit dem Ersteigen einer fünfzehn Meter hohen Kletterwand samt Überhang nichts gemeinsam zu haben. Die Überlegung, Irish Stepdance auf dem Snowboard zu praktizieren oder Beachvolleyball auf der Kartbahn wird in der Praxis kaum umsetzbar sein. Beim Wassersport scheint sich unmittelbar ein verbindendes Element aufzudrängen, auch beim Racketsport beschleicht einen die leise Ahnung, womit man es zu tun bekommt, und sogar im Fitnessbereich – trotz kontinuierlicher Neuerfindungen und Trainingsmethodenentwicklungen: man weiß irgendwie oder glaubt doch immerhin zu wissen, wohin die Reise geht.

Bei einer persönlichen Blitzumfrage im Bürokreis - wobei die Zahl der Befragten weniger als 10 betrug – stellte sich höchst aufklärend heraus: Es handle sich hierbei ganz zweifellos um Sportarten, die Spaß machten, brandneu und in, wenn nicht gar sexy seien.

Schau an! Aber wie ließe sich da nun das auf ehrenwertesten Traditionen basierende Ziel- und Treibspiel Golf einbauen oder die mit Muskelkraft über die Schiene getriebene Draisine? Beschwört nicht gerade dieses leichtfertige Wörtchen „Trend“ die Vergänglichkeit der betroffenen Disziplin? Sicher nicht, wenn man berücksichtigt, dass Beachvolleyball eben erst mit olympischen Weihen ausgezeichnet wurde, und jeder, der sich mit der Arbeit des olympischen Komitees beschäftigt hat, weiß, dass man da nicht hinkommt, wenn man vergänglich ist. Vergessen wir hier nachsichtig die Sackhüpfer und ihresgleichen, die den ersten neuzeitlichen Olympischen Spielen noch ihren ganz eigenen Charme verliehen, den Sprung oder eben Hüpfer ins nächste Jahrtausend aber doch nicht bewältigen konnten.

Die Quintessenz liegt nahe, kristallisierte sich jedoch erst am Ende meiner Studie heraus. Der gemeinsame Nenner ist: “Alles, das Spaß macht!“ Der Rest ist Ausprobieren, Genießen und entrücktes Schweigen.
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