Nicht nur gucken, selber machen!
Dabei sein ist alles! Kaum vorstellbar, aber es soll doch tatsächlich Leute geben, die kein Interesse an sportlicher Betätigung haben, wenn es um ihren eigenen Körper geht. Ausreden, die man sich als wohlmeinender Freund dann immer wieder anhören darf, klingen etwa so: „Ich hab’ gerade keine Lust, vielleicht später!“ oder: „Das bringt doch eh nix!“ Würdig, niedergeschrieben zu werden, ist auch dieses Beispiel: „Ich mach’ doch Sport! Aufstehen, bis in die Küche gehen, Kühlschrank öffnen, kaltes Bier holen, Kühlschrank schließen, mit dem geöffneten Bier als zusätzlichem Gewicht bis zum Fernseher zurück marschieren und elegant aufs Sofa sinken. Das verbrennt doch mindestens 1000 Kalorien!“ Gibt es auf so etwas eine vernünftige Antwort?
Auf Grund jahrelanger Selbstversuche habe ich Folgendes festgestellt: Weder rationale Erklärungen, noch emotionale Überzeugungsversuche, nicht einmal simple Drohungen helfen da! Es ist absolut unmöglich, jemanden, der partout keinen Sport machen will, auf irgendeine Art und Weise zu überreden. Für die Redakteurin eines Sportmagazins eine niederschmetternde Erkenntnis! Aber noch lässt mich meine Kreativität nicht im Stich: Wenn ich Unwillige nicht konvertieren kann, müssen sie es eben selber tun!
Was für ein Glück, dass dieser Sommer so voll von sportlichen Großereignissen ist, dass deren gutes Beispiel mir auf dem steinigen Weg der Missionierung helfen kann. Zunächst wäre da die Fußball-EM, diesmal zu Gast in den Alpen, bei Freunden von Käsefondue und Sachertorte. Vom 7. bis 29. Juni touren 16 europäische Mannschaften durch Metropolen in Österreich und der Schweiz. Sollte es das deutsche Team tatsächlich schaffen, einen der Gastgeber, Kroatien und Polen auf die Plätze zu verdammen, müssen sie es in den nächsten Runden immer noch mit Gegnern wie Frankreich, Italien und natürlich Portugal aufnehmen. Fakt ist jedoch, dass sie es auf jeden Fall versuchen werden. Und das ist schon mal viel mehr, als man von Sofasportlern sagen kann. Zugegeben, auch das ständige Heben des Bierhumpens kostet Kraft, temperamentvolles Beschimpfen des „blinden und unfähigen Schiedsrichters“ (Originalzitat) nicht minder, aber mit 90minütigem Hin- und Hergelaufe, ständigem Zuspiel, Pässen, Torschüssen und originellen Schwalben lässt sich das nicht vergleichen.
Mein Plan ist nun folgender: wenn der gemeine Sofa- und Biergartensportler (biersportacus officinalis) sieht, wie die eigene Frau „Gigi“ Buffon, Poldi oder Christiano Ronaldo anbetet und mit eindeutigen Beschreibungen seiner körperlichen Attribute bedenkt, könnte sich eine interessante und ungewohnte Idee formen: „Was der Hansel da macht, kann ich doch schon lange!“ An dieser Stelle kommentieren clevere Frauen nicht lange, das könnte das Versuchsobjekt abschrecken, sondern lassen einfach den neuen funpool SportsGuide wie zufällig im Bad liegen. Bei der nächsten „Sitzung“ blättert „Mann“ darin herum und überrascht seine Liebste und gegebenenfalls vorhandene Sprösslinge mit einem gemeinsamen Probetraining am nächsten Samstag. Mission erfüllt.
Oder naja, fast. Denn die EM ist ja bei Weitem nicht das Einzige, was uns diesen Sommer erwartet. Da gibt’s schließlich auch noch die 29. Olympischen Sommerspiele! Sie finden vom 8. bis 24. August in China statt. Wer meinen Sportjahr-2008-Beitrag bis hierher durchgestanden hat und sich nun vielleicht wegen AFU (Allgemeiner Fußballunverträglichkeit) fragt, welche Sportart sich für ihn / sie eignen könnte, sollte bei Gelegenheit mal in die Olympiade hineinschnuppern! Die geht los mit allen möglichen Wassersportarten, wie es sich für die Sommerspiele gehört. Schwimmen, Wasserball, Segeln und Paddeln sehen schon auf der Leinwand gut aus, aber erst der Selbsttest bringt den richtigen Spaß! Und der Eventkalender im funpool Sports Guide zeigt auf einen Blick, was in den nächsten Monaten in und um Berlin und Hamburg auf dem Programm steht. Alternativ können auch Wasserski und Wakeboarden ausprobiert werden.
Doch nicht nur das kühle Nass lockt Groß und Klein vor den Fernseher oder in diverse Sportcenter. Für China und ganz Ostasien typisch, weil dort geboren, sind verschiedene Kampfkünste. Taekwondo- oder Judomatches zu beobachten, ist spannend, genauso wie Box- oder Ringkämpfe. Aber nicht so spannend wie der heldenhafte Selbstversuch. funpool bietet allen jungen und nicht mehr ganz so jungen Bruce-Lee-Fans Aikido, Kickboxen, Kung Fu und Karate zum Ausprobieren, Lernen und Angeben vor Freunden. Strategie und Taktik lassen sich beim Bogenschießen und Paintball trainieren.
Immer ein Hingucker sind die Turn- und Gymnastikwettbewerbe. Um hier eine Medaille zu gewinnen, sollte man schon mehr als einen biegsamen Körper und ein hautenges Dress aufweisen können. Gleichgewicht, Eleganz, Kraft und Rhythmusgefühl sind unabdingbar! Wer seine private Sportlerkarriere in diesem Bereich starten will, kann schon mal bei den diversen Tanzschulen im funpool mit dem Üben anfangen. Denn neben unterschiedlichen Tänzen werden hier auch Aerobic, Thai Bo und Capoeira gelehrt.
Kommen wir zum Abschluss nun noch mal auf der Deutschen Volkssport Nummer 1: Fußball. Und Handball. Und Softball. Und (Beach-)Volleyball. Und überhaupt alles, was man mit der Pille anstellen kann. Die Olympischen Sommerspiele zeigen, wie’s die Profis machen (und manchmal eben auch, wie man’s lieber nicht machen sollte!), aber wirklich nachvollziehen kann den Spaß am Spiel natürlich nur der, der es selber versucht. Grade alles, was die Vorsilbe „Beach“ trägt, ist in den letzten Jahren immer mehr zum Trend geworden. Also: rein ins sexy Sportdress und ab ins Beach Center. Und wenn’s nicht gleich auf Anhieb klappt, nicht verzweifeln! Immer an das olympische Motto denken: Dabei sein ist alles!
Tina „Die Sportskanone“ Mottok
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