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Redaktionelles aus dem Bereich Fitness

Hantelbank war gestern

Was waren das noch für Zeiten, als sich Jane Fonda und Co. in enge Hochglanzleggings stürzten, die bunten Stulpen und Stirnbänder quietschfidel zum farblichen Angriff auf den Stringbody angelegt wurden, um dann atemberaubend Aerobic zu treiben. Diese übermotivierte Bewegungsform war sicherlich nicht ganzheitlich gesundheitsfördernd, aber zumindest eine herausfordernde sportliche Betätigung. Nebenan stemmten die Männer echte Eisenscheiben, hergestellt von Firmen, die noch Material von anderen Eisenwaren über hatten. Man muss schon ganz genau hinhören, will man dieses Szenario in neuen Trainingsräumen nachklingen lassen.
Wir gehen gen Zukunft; auch im Training. Während die Trainingslehre den menschlichen Körper nicht neu erfinden, sondern nur die ein oder andere unsinnige Bewegungsform bemängeln kann, ist im Bereich des Sportangebots viel passiert.

Klar erkennbar ist, dass egal ob Spitzensportler im ausgewählten Hochleistungsdress oder Amateur in T-Shirt und Boxershorts einen hohen Anspruch an die Erfüllung seiner Bedürfnisse in puncto Sport hat. Diese orientieren sich vor allem daran, dass Sport zwar ein Muss ist, jedoch nicht die Freizeit unnötig verknappen soll. Daran hatte die Industrie lange Zeit zu knabbern, denn viele Geräteeinstellungen waren mehr als erklärungsbedürftig. Trainer waren lange damit beschäftigt, Kunden in die bunten piependen Displays einzuführen, bevor sich erstmal etwas in Gang setzte.

Technische Hilfsmittel erleichtern es hier dem Otto-Normal-Verbraucher, das eigene körperliche Wohlbefinden zu steigern, und das im praktischen EC-Kartenformat. Die wunderbare Welt der Chip- Technologie macht’s möglich. Der Trainer befragt einen zu Gesundheit, Beschwerden, Wünschen. Es werden Beweglichkeitstests gemacht, man wird gewogen, gemessen und – nun ja – unter Umständen für nicht gut genug befunden.

Das ist nicht weiter schlimm, denn ab jetzt kann es nur steil bergauf gehen. Die Geräte stellen sich dank Chip selbst ein, auf Körpergröße, Gewicht, maximale Beweglichkeit, Kraftverhältnisse – man muss nichts weiter tun, als Platz zu nehmen und sich zu bewegen. Klingt utopisch? Nein! Diese Vorstellung ist längst keine Zukunftsmusik mehr. Die neuen Zirkel im Krafttrainingsbereich warten mit eben dieser Technik auf. Mit Erfolg! Die Kunden sparen Zeit und eine Geräteschulung. Ein unkomplizierter Beitrag zum Gesunden unserer Gesellschaft.

Sollte dieses Training doch ein Minimum an Eigenständigkeit erfordern, hält die High-Tech- Generation mehr bereit. Vibrationstraining. Weniger Zeitaufwand, mehr Ertrag? Glaubt man den Studien, die vielfach angelegt wurden, so ist dies eine erwiesene Tatsache: von der sofortigen Verbesserung der Durchblutung bis hin zu einer Vielzahl anderer messbarer Resultate wie erhöhte Muskelkraft und Beweglichkeit, Vergrößerung des Bewegungsradius, Abbau von Cellulitis, Erhöhung der Knochendichte, Schmerzreduktion und schnellere Rehabilitation – da bleiben keine Wünsche offen.

Wie das funktioniert?
Vibrationstraining beruht auf der Beschleunigung der Masse. Ein ernüchternder Ausdruck, hinter dem jedoch ein tieferer Trainingsansatz steckt. Man erzeugt gezielt eine Instabilität im menschlichen Körper, indem der Körper mit jeder Vibration gezwungen wird, reflexive Muskelkontraktionen durchzuführen – 25- bis 50-mal pro Sekunde. Sieht man sich im Vergleich der Aufgabe gegenüber, in gleicher Zeit ebenso effektive Sit-Ups zu machen, weiß man den Vorteil zu schätzen. Namhafte Stars mit einem Body Mass Index, der allein von Fotos her erkennbar in einer Astralkörpernorm liegt, bestätigen die Effektivität.
Noch aber kann man sich freuen, von Trainern aus Fleisch und Blut gut beraten und gefördert zu werden. Denn vielleicht wird man doch eher zum Pflegefall, wenn man sich immer nur auf technische Hilfsmittel verlässt, statt die Beine noch selbst in die Hand zu nehmen und der Zukunft davonzulaufen, mitten in ausgelassene und professionelle Kurse unserer Stadt.

Irina Eckert

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