Im Rausch der Geschwindigkeit – die Welt der abstrusen Vergleiche
Kann man eine Tomate mit einem Schnellhefter vergleichen? Eine Gardinenstange mit Spaghettisauce? Oder einen Regentropfen mit Fußbodenbelag? Vermutlich nicht. Wie aber wäre es, wenn man die unterschiedlichen Sportarten, die der funpool im Bereich Fun- und Trendsport anzubieten hat, mit der Fauna der Rundwelt vergleicht?
Natürlich sind da erstmal gewisse Parameter festzulegen. Auf Druck der Öffentlichkeit und aus Zeitmangel habe ich mich für die Geschwindigkeit entschieden. Die ist relativ problemlos messbar und kann ohne Schwierigkeiten verglichen werden. Ich zum Beispiel bin in etwa so schnell wie eine Feuerqualle, wenn sie Hunger hat, was allerdings nicht gerade ein Grund zum Angeben ist.
Dann sollten wohl einige Sportarten ausgewählt werden. Da wird es schon komplizierter, schließlich gibt es davon jede Menge:
Golf und WanderfalkenBevor jetzt Äonen von Augenbrauen skeptisch in die Höhe zucken, hier die Fakten: Ein Wanderfalke kann im Sturzflug bis zu 350 Stundenkilometer schnell werden . Nun fällt es den meisten Golfspielern verständlicherweise schwer, ihren Ball mit so einer Geschwindigkeit abzuschlagen. Nichtsdestotrotz ist es, rein rechnerisch, möglich. Immerhin können aber auch Anfänger einem Barrakuda Konkurrenz machen. Diese pfeilschnellen Fische mit den spitzen Zähnchen schaffen bis zu 150 Stundenkilometer. Wer also immer noch glaubt, der weiße Sport sei eine lahme Angelegenheit, sollte mal mit einem Tachometer aufs Grün gehen!
Beachvolleyball und GazellenWirkt so nebeneinander gestellt auch ein wenig seltsam. Den meisten sind die grazilen Savannenbewohner als potentielle Opfer von Löwen bekannt, die jedoch zu schnell und zu wendig sind, um sich oft erwischen zu lassen. Gazellen können über 100 Stundenkilometer erreichen, genau wie die Aufschläge einiger Beachvolleyballer!
Bowling, Honigbienen und ElefantenZugegeben, in dieser Kombination habe ich die drei Begriffe auch noch nie gesehen. Nun ist der durchschnittliche Bowlingspieler ja nicht unbedingt auf der Bahn, um Geschwindigkeitsrekorde aufzustellen, sondern um die Pins mittels „Schlagkräftigkeit“ zum Umfallen zu bewegen. Trotzdem sind schon Würfe gemessen worden, die dem Tempo von törö..tenden Elefantenbullen beim Angriff entsprechen – bis zu 50 Stundenkilometer! Wem Effizienz wichtiger ist als Angabe, hält es lieber mit den Honigbienchen: die schaffen immer noch ihre 20 Stundenkilometer.
Kartfahren und FlusspferdeUm Himmels Willen, es wird immer schwieriger, den Bogen zu finden. Wie um alles in der Welt soll man eine Verbindung schaffen zwischen 4,50 Meter langen aggressiven Fleischbrocken aus afrikanischen Flussgebieten und 80 Kilogramm leichten wendigen Flitzern, deren Angriffslust eher vom Fahrer abhängt? Immerhin bewegen sich beide mit einer Höchstgeschwindigkeit von 40 – 50 Stundenkilometer. Und noch einen Zusammenhang gibt es: beiden sollte man sich nur mit Helm nähern!
Karate und StörcheWer Raubvögel und Rasensport vergleicht, sollte auch keine Angst haben vor Kampfsport und Klapperstörchen. Beide Spezies (die Neu-Bruce-Lees und die Babybringer) können ihren Feinden extrem gefährlich werden (auch wenn Kampfsportler ihre Gegner eher selten verspeisen), und beide können eine Beschleunigung von 45 Stundenkilometer erreichen. Störche nutzen diese, um Frösche, Mäuse und Schlangen von ihren irdischen Qualen zu befreien, Karatekünstler müssen einfach aus Prinzip schnell sein.
Das wär’s erstmal aus der Welt der abstrusen Vergleiche. Außerdem ist das ja sowieso alles nur grün gesprenkelte Statistik. Wer sich richtig dem Rausch der Geschwindigkeit hingeben will, sollte einfach mal ausprobieren, was der funpool ihm (oder ihr) in punkto Schnelligkeit alles bieten kann.
Tina Sielmann - Mottok
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